Mittwoch, 25. September 2013
Sunset 2013 Xeis
Montag, 15. Oktober 2012
Hey Mountain Wanderung auf die Messnerin
| Jay, Michi, Silvia, Fritz, Thomas & Daniel |
Samstag, 17. September 2011
Sunset II – Die Sonnenuntergangswanderung – 10.09.2011 - 11.09.2011
Jeder Sommer geht mal zu Ende. Ein letztes Bergwochenende voll von Hitze, Sonne und endlosen Ausblicken in weite Ferne. Ein erstes Abschiednehmen von den Bergen - die Einstimmung auf den Herbst. Heuer findet an jenem Wochenende die Sonnenuntergangswanderung Sunset II statt. Wir werden nicht die einzigen auf unserem Weg sein die an diesen zwei Tagen dem Sommer Lebewohl sagen. Auch von den Almen die wir durchwandern wird das Vieh ins Tal getrieben und ein letztes Mal wird oben noch gefeiert.
Eine große Gruppe - 13 Leute - findet sich am Samstag in der Früh am Parkplatz Graz-Nord ein. Aufgeteilt auf drei Autos wird es für manche etwas kuschelig, aber schon nach kurzer Fahrt sind wir in Bruck wo wir noch unsere Jausenrationen aufstocken und mittels Kaffee versuchen doch noch wach zu werden bevor es dann losgeht.
Ankunft am Parkplatz in der Jassing. Noch während wir unsere Wanderschuhe anziehen wird auf der Straße unter uns die erste Kuhherde vorbeigetrieben. Der Almsommer ist zu Ende, es ist Zeit für den Abtrieb geworden. Festlich geschmückt traben die Kühe vorbei - ungeschmückt marschieren wir los in die andere Richtung. Hinein in den Jassinggraben zur Neuwaldalm am Fuße der Frauenmauer.
Strahlender Sonnenschein begleitet uns während des Aufstiegs, unsere Gruppe zieht sich immer wieder in Länge. Während einer Jausenpause kurz nach dem Bärlochsattel beschließen ein paar von uns schnell zum Gipfelkreuz des Langsteins emporzusteigen. Zwischen den Latschen tut sich ein Steig für uns auf und am Gipfel werden wir mit einer grandiosen Fernsicht für die Mühen des Aufstiegs belohnt. Wir blicken zurück auf unseren bisherigen Weg sowie über die Hochfläche die wir bald durchqueren werden. Zwischen zwei Bergen blinzelt sogar der Erzberg durch. Unten sehen wir unsere Begleiter rasten.
Nach einem Gipfelfoto kehren wir zu ihnen zurück und gemeinsam geht es weiter. Den ersten Aufstieg haben wir überstanden, jetzt gilt es nur noch leichte An- und Abstiege zu überwinden. Dann die nächste Rast auf der Pfaffingalm. Diese ist bereits verlassen und für den Winter abgesperrt. Vor den Hütten können wir die Sonne genießen bevor wir wieder gemächlich unseres Weges ziehen.
Die Androthalm kündigt sich bereits von weitem durch Gesang und Ziehharmonikamusik an. Hier wird Abschied vom Sommer gefeiert. Auch wir lassen uns an einem der Tische vor der Hütte nieder. Wir rasten nicht wirklich lange, dennoch bricht in der Zeit die wir dort rasten der Großteil der Gäste auf und steigt ein letztes Mal in diesem Jahr ins Tal hinab. Hier sind wir wirklich im letzten Moment vorbeigekommen um die Hütte noch geöffnet vorzufinden. Als wir die letzte Etappe zur Sonnschienhütte in Angriff nehmen ist es bereits ruhig geworden.
Die Sonne versteckt sich immer wieder hinter inzwischen aufgezogenen Wolken und die Sonnschienalm erreichen wir ohne den namensgebenden Schein. Hinein in die Hütte, und erst mal was Trinken. Die Wolken ziehen weiter, wir müssen also nicht im Schatten sitzen sondern genießen unsere Getränke und das wohlverdiente Abendessen im Schein der inzwischen schon untergehenden Sonne. Wirklich Lust jetzt noch wo hinaufzusteigen um den Sonnenuntergang zu betrachten haben wir plötzlich alle nicht mehr. Hier am Balkon der Hütte ist es gerade so gemütlich.
Dennoch, Gudrun und ich spazieren noch auf eine Kuppe am Rand der Alm von wo aus wir die Sonne gerade noch hinter dem nächsten Hügel verschwinden sehen können. Um mehr zu sehen hätten wir schon halb auf den Ebenstein steigen müssen. Da hatte das Abendendessen eindeutig höhere Priorität.
Rasch zurück in die Hütte - ohne Sonne wird es hier droben schnell frisch. Erst mal das Nachtlager beziehen, dann zusammensitzen. Mich zieht es immer wieder vor die Hütte um Fotos zu schießen. Aufziehender Bodennebel, beleuchtet vom Fastvollmond taucht die Alm in eine fantastisch fremdartige Atmosphäre. Ungewohnt früh verschwinden wir dann im Nachtlager, müde genug sind wir vom Aufstieg geworden.
Der neue Morgen begrüßt uns wieder mit strahlendem Sonnenschein. Vom Nebel ist nichts mehr zu sehen, die Alm ist wieder ganz Teil dieser Welt. Frühstücken, Zähneputzen, vor der Hütte zusammenwarten und schon geht es los.
Unsere Wege trennen sich. Die Meisten steigen zum Ebenstein empor, die Anderen wollen den heißen Badetag am Sackwiesensee verbringen. Die erste Strecke zum Ebenstein wandern wir noch durch ein schattiges Tal, doch kaum, dass der Aufstieg beginnt sind wir der Sonne auch schon hilflos ausgeliefert. Noch einmal demonstriert sie ihrer Stärke.
Das Gipfelkreuz erreichen wir schneller als wir geplant hatten, dort jausnen und rasten wir mal, um anschließend noch den richtigen Gipfel aufzusuchen und den Ausblick auf die umliegende Hochschwablandschaft zu genießen. Dann geht es flott hinab, zurück zur Sonnschienhütte. Dort erst mal was trinken, die Hitze der Sonne fordert ihren Tribut. Vor der Hütte wird der Maibaum umgeschnitten. Auch hier der Abschied vom Sommer, ein letztes mal wird gefeiert.
Dann auch der nächste Abschied für uns. Der Großteil der Gruppe bleibt auf der Hütte, um gemeinsam mit der Sackwiesenseegruppe abzusteigen - das Quartett aus meinem Auto hat jedoch noch nicht genug und somit wandern wir auch noch schnell zum See. Da der direkte Weg zu einfach wäre steigen wir am Hinweg zum Plotschboden ab um noch ein paar Bonushöhenmeter mitzunehmen.
Den Umweg zur Häuslalm lassen wir aus und bald schon erreichen wir das Ufer des Sees. Hier war ich schon drei Wochen zuvor, nach einer Hochschwabrunde. Auch heute freue ich mich auf die Abkühlung nach zwei schweißtreibenden Tagen. Lange hält es uns nicht im Wasser. Wie kühl der See doch in letzten drei Wochen geworden ist. Der Herbst lässt wirklich nicht mehr lange auf sich warten. Ein wenig bleiben wir in der Sonne liegen, dann brechen wir auf. Zum letzten Mal an diesem Tag geht es zurück zur Sonnschienalm.
Hier halten wir uns nicht lange auf, inzwischen ist es schon spät geworden. Hinab wandern wir die Russenstraße, wobei wir die Serpentinen soweit möglich am Schinder abkürzen. Zwischen den Bäumen verschwindet die Sonne dann ein letztes Mal und als wir wieder in der Jassing ankommen liegt das Tal bereits im Schatten.
Die Fahrt zurück nach Graz dauert auch noch einige Zeit und als ich endlich wieder zuhause ankomme ist auch hier die Sonne schon untergegangen.
Zwei schöne Tage, zugleich anstrengend und entspannend sind vorbei. Viel neues für mich. Sowohl einen neuen Teil des Hochschwab als auch viele neue, sympathische Leute habe ich kennengelernt. Danke an alle die dabei waren und die Zeit so angenehm gemacht haben. Besonderen Dank an Katl fürs organisieren und planen. Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung!
Peter
Freitag, 29. Juli 2011
Seeblick II – Traumwetter am Traunstein
Mit gehöriger Verspätung hole ich Silvia ab, jetzt heißt es keine Zeit mehr verlieren. Um 10:00 sollen wir am Treffpunkt sein, das Navi kündigt unser Eintreffen für 09:53 an. Das könnte knapp werden. Die meiste Zeit komme ich gut voran, eine kurze Pause müssen wir dann doch machen. An der Raststation Ausblicke auf beeindruckende Berge. Keine Zeit nachzuschauen welche es sind. Schnell wieder ins Auto, kurz vor der geplanten Autobahnabfahrt dann doch ein Stau. Voraussichtliche Ankunft: 10:05 - pünktlich schaffen wir es nicht mehr. Ein Anruf bei Margit: kein Problem, unser Boot geht erst um 10:45.
Kurz vor Traunkirchen fällt dann das Navi aus. Müssen wir halt so hinfinden. Wo der Parkplatz ungefähr ist habe ich ja nachgeschaut. Und wirklich, ein paar Minuten nach Zehn kommen wir an. Margit und Mani sind schon da, die anderen kommen noch später. Wir sind also trotz allem nicht die letzten! Hier, in Traunkirchen, erwartet uns bereits strahlendes Sommerwetter.
Die Anderen trudeln - nach und nach - alle ein. Ein paar Last-Minute-Absagen hat es jedoch noch gegeben. Wir schnallen die Rucksäcke um, nehmen noch Taschen mit Bade- und Klettersachen mit und recht pünktlich erreichen wir den Hafen. Nach wenigen Minuten kommt auch unser Boot an. Margit handelt einen guten Preis für die Überfahrt aus, wir schaffen es all unser Gepäck wie auch uns an Bord zu verstauen, dann legen wir ab.
Die Überfahrt verläuft gemächlich. Erst zum anderen Ufer, dann an diesem entlang, unter den Wänden des Traunstein zur Anlegestelle beim Gasthaus Hois'n. Wir gehen von Bord und wandern in Richtung Einstieg zum Aufstieg. Kurz davor hat Margit rechtzeitig ihr Auto geparkt. Hier können wir die Bade- und Klettersachen für den nächsten Tag verstauen.
Dann geht es los. Erst noch fast gemütlich durch den Wald, dann immer steiler durchs felsige Gelände. Die Aussicht wird immer grandioser, der See immer kleiner, die Sonne brennt herab und wir freuen uns über jedes schattige Fleckerl.
Auf halber Höhe bietet der Dachsteinblick eine gute Gelegenheit zu rasten und einen Teil unserer Jause zu verspeisen. Einige Zeit bleiben wir noch zwischen den Bäumen sitzen, dann nehmen wir den zweiten Teil des Aufstiegs in Angriff.
Viel Sonne, viel Schweiß, fantastische Ausblicke, dann der Einstieg in den Klettersteig. Obwohl vom Aufstieg mitgenommen versuche ich es auch. Schon bei der ersten D-Stelle rächt sich, dass ich sicher sechs Wochen nicht Bouldern war und auch das Krafttraining schändlich vernachlässigt habe. So wird das nix, also wieder runter zu jenen die gleich am normalen Weg bleiben wollten.
Dieser Weg bietet dann noch eine gute Sicht auf die Landschaft im Norden. Komplett flach, bis zum Horizont. Ganz anders als die Aussicht beim Aufstieg. Ein kurzes Stück noch und wir sind bei der Gmundner Hütte. Am Aussichtsbalkon können wir, bei erfrischenden Getränken, auf das Eintreffen der Klettersteigpartie warten. Jetzt ist die Sonne angenehm, nicht mehr so brennend wie im Fels.
Die Anderen treffen ein, stärken sich ebenfalls mal mit Flüssignahrung, dann geben wir die Bestellung für das Abendessen auf. Vor dem Essen wollen wir noch auf den Gipfel, der ist ja gleich in der Nähe. Dort werden Fotos geschossen, die Aussicht genossen, ein vermeintlicher Geocache stellt sich als Glückwunschbuch für ein Brautpaar heraus, zuletzt gefunden vor mehr als einem Jahr. Den echten Cache suchen und finden wir dann auch und erkunden noch den Ausstieg eines Jägersteiges. Jetzt aber zurück zur Hütte. Noch Zeit bis zum Essen. In der Sonne liegen und sitzen. Sonst nixtun. Entspannen.
Dann wird aufgetischt. Margit hat uns den Spezialtisch organisiert. Wir sitzen in den Strahlen der untergehenden Sonne und bekommen Essen und Trinken an den Tisch serviert. Welch ein Service, welch eine Abendstimmung!
Als die Sonne untergeht haben wir auch aufgegessen und verlegen unser Treiben nach und nach in die Hütte. Am Tisch die üblichen Spiele. Auch das Psychiaterspiel, wie schon zu Silvester. Diesmal darf ich Patient sein. Die Psychiater tun sich schon sehr schwer uns zu kurieren.
Zwischendurch zieht es mich vor die Hütte. Fotos schießen. Vollmond und Lichtermeer am Traunseeufer. Noch ein letztes Gute-Nacht-Bier, dann rein in die Schlafsäcke und ab ins Land der Träume.
Der nächste Morgen begrüßt uns wieder mit blauem Himmel und Sonnenschein. Gemütlich frühstücken, bezahlen, dann brechen wir auf. Vorbei am Traunsteinhaus geht es den Naturfreundesteig hinab.
Der Abstieg geht ärger in die Beine als der Aufstieg am Vortag, die Sonne brennt wieder glühend herunter und als wir unten ankommen geht es gleich mal zur Abkühlung in den See. Angenehm erfrischend, fast schon zuviel des Guten! Lange hält es uns nicht im Wasser. Noch ein wenig am Ufer sitzen dann wandern wir weiter - direkt am Ufer - den Miesweg entlang zurück zum Gepäckauto. Dort entledigen wir uns diverser Lasten und kehren beim Hois'n zum Mittagessen ein.
Die Miniportionen enttäuschen so manchen und mit teils knurrenden Mägen fahren wir mit dem Boot zurück nach Traunkirchen. Diese Fahrt ist nicht so gemächlich. Ein Gewitter zieht auf, eine Sturmwarnung wurde ausgegeben und der Bootsführer hat vor dem Unwetter noch andere Leute abzuholen. Also mit Vollgas quer über den See!
In Traunkirchen genehmigen wir uns noch ein Eis, legen uns kurz auf die Badeinsel, werden aber schon bald vom angekündigten Sturm vertrieben. Es geht alles sehr schnell. Hier bricht gleich das Unwetter los. Über dem See stürmt es und der Gipfel des Traunstein verschwindet in dicken schwarzen Wolken. Jetzt will ich nicht dort oben sein!
Schnell zu den Autos! Wir verabschieden uns und brausen los Richtung Graz, den Wolken immer ein Stück voraus. Die kommen erst am nächsten Morgen hier an.
Ein fantastisches Wochenende, das wieder mal zu kurz war. Danke an den Rest der Gruppe und besonders an Margit und Mani fürs Organisieren und Betreuen!



