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Samstag, 31. August 2013

Blasenpflaster13

21. August 2013

Mittwoch abend gings zu viert los von Graz Richtung Zederhaus, wo wir unser "originales, urtümliches" Quartier in einem der örtlichen Gasthöfe bezogen. Da man uns dort außer Dosengulasch und Tiefkühlpizza nichts mehr anbieten konnte, ließen wir uns bei einem der Gasthäuser im nächstgelegenen Ort noch kulinarisch verwöhnen und besprachen die Tourenziele der nächsten Tage. 

22. August 2013

Weißeck, 2711
Riedingscharte, 2274
Nach einer mehr oder weniger entspannenden Nacht stieß am nächsten Morgen unser fünfter Mann zu uns, um unsere Truppe zu komplettieren. Um ca. halb 9 brachen Michael, Christoph, Silvia, Stefan, ich und unsere Gams Toni von der Schliereralm in Richtung Weißeck auf. Da uns der herkömmliche Weg zu langwierig und fad vorkam, versuchten wir uns an der in der Karte eingezeichneten Diretissima. Über steile Hänge gings so bis zur Riedingscharte, die uns als willkommene Location für eine einstündige Jausen-/Schlaf-/Sonnenpause diente. Nach weiteren 450hm genossen wir die Aussicht vom Gipfel des Weißecks mit einer weiteren langen Pause.  Das Weißeck mit seinen 2711m sollte auch der höchste Punkt unserer Wanderung bleiben. 



Nach kurzem Abstieg ins nächste Tal waren wir auch schon bei unserem luxuriösem Quartier für die kommende Nacht angekommen. Die neu renovierte Sticklerhütte ließ keine Wünsche offen: Bier, Liegestühle, gemütliches Ambiente, gutes Essen, sympathische Wirtsleut und das alles noch bei sehr annehmbarem Preis!

23. August 2013

Mureck, 2402
Am zweiten Tag gings von der Stickleralm zum obligatorischen Etappenziel Murursprung, als Muss für alle Steirer. Über einen schön angelegten Höhenweg mit traumhaften Ausblicken auf die Hohen Tauern gings weiter in Richtung Tappenkarsee. Toni wurde beim Anblick der Hohen Tauern mit ihren unzähligen Möglichkeiten an Hochtourenzielen schon ganz "wuschig". Unterwegs ließ sich auch noch der ein oder andere Gipfel  am Wegesrand mitnehmen. Die Burschen gaben sich noch ein kleines "Hatzal" auf die Glingspitze während Silvia und ich schon die Terrasse der Tappenkarseehütte genossen. Nach ein paar Bier gings an diesem Abend relativ zeitig ins Bett, da für Samstag der längste Tag geplant war.

24. August 2013

Erstbegehung des "Silvia Überhangs"
Da das Wetter für Samstagnachmittag nicht sehr gut aussah, verließen wir schon um 7 die Tappenkarseehütte um zurück Richtung Riedingtal aufzubrechen. Morgenstimmung und Traumaussicht genossen wir noch am Weißgrubenkopf bevors weiter zur Franz-Fischer-Hütte ging. Unterwegs machten wir noch eine grausame Entdeckung: eine Kuh hat das starke Gewitter in der Nacht leider nicht überlebt und lag regungslos am Wegrand. Wir meldeten den Fund natürlich bei der nächsten Alm.
Da für Nachmittag Gewitter angesagt war und die Wolken oft bedrohlich aus der Ferne zu erblicken waren, entschlossen wir uns, das Große Mosermandl auszulassen und stiegen nur noch ein paar Extra-Höhenmeter zur Windischscharte auf. Die dort gefundenen Boulderblöcke ließen unser Kletterherz nochmal höher schlagen und so brachten wir noch mehrere Erstbegehungen hervor. 
Da der Wetterbericht für Sonntag gar nichts Guten erahnen ließ und uns nach keinem Spieltag in der Hütte zumute war, entschieden wir, unseren Trip bei der nächsten Hütte zu beenden und anstatt der Übernachtung auf der Jakoberalm gleich zum Auto abzusteigen. Da wir ja keine Ungustl sind, haben wir bei der Jakoberalm noch zu Mittag gegessen und einen Beitrag für die entgangene Übernachtung geleistet. Trotz der Vorhersage der Wirtsleut "Oiso bei uns hods jetzt jo nia gregnt" war der Sonntag total verregnet und wir waren froh, den nächsten Tag gemütlich in Graz zu verbringen, anstatt irgendwo am Berg im Regen herumzuhirschen.



Danke für den gelungenen Trip! Wir haben uns noch ein paar Ziele in der Region offen gelassen fürs Blasenpflaster14!




Mittwoch, 19. September 2012

sunset 'I2

Am 15.9.2012 war es wieder so weit. Die von Katl organisierte 2-Tageswanderung mit dem wohlklingenden und vielversprechenden Namen "sunset 'I2" stand wieder auf der AV-Tagesordnung. 

Ein Teil der bunt zusammengewürfelten Truppe traf sich bereits pünktlich um 07:00 am P&R Graz Nord. Mit zwei Autos schunkelten wir sodann nach Bruck an der Mur, wo wir eine weitere Teilnehmerin (Daniela) aus Wien am Bahnhof aufgabelten. 

Dank Katls voraussichtiger Planung waren wir rechtzeitig vor Ort, sodass wir bis zum pünktlich ankommenden Zug noch gemütlich ein zweites, stressfreies Frühstück zu uns nehmen konnten. Frisch gestärkt ging es dann direkt weiter nach Seewiesen, wo unsere letzte Teilnehmerin Carina bereits auf uns wartete. Nun war unser Dreamteam komplett: Katl, Silvia, Petra, Daniela, Carina, Christian, Georg und Mac. 

Ein kurzer Wettercheck Vorort veranlasste uns zu einer spontanen Umplanung der Tour – sozusagen Plan B. Statt der aussichtsreichen Genuss-Höhenwanderung vom Seebergsattel über die Aflenzer Staritzen zur Voisthalerhütte entschieden wir uns aus dem Bauch heraus und ohne lang zu überlegen für eine langweilige Grabenwanderung mit einem kleinen Abschlussgipfel "so zum Drüberstreuen". 


Als zusätzliche Entscheidungshilfe diente uns der Umstand, dass die Berge ab der Hälfte in dichten Nebel bzw. Wolkengebirgen verschwanden und selbst die lieblos und an der Motivation nagenden ins Tal herabfallenden Regentropfen, kombiniert mit eiskaltem Wind, den Abenteuergeist dieser verwegenen Truppe doch nicht erwecken konnten.

  
Nach dieser gruppendynamisch äußerst beachtenswerten schnellen und einstimmigen Entscheidung stürmten wir voller Tatendrang dem verdeckten Talschluss entgegen. Erst beim Franzosenkreuz bremsten wir uns ein, um unsere Jausenberge zu verringern. Dann ging es weiter über den Höhenrücken zum Fölzsattel. Auf Grund des miesen Wetters dachten wohl viele der ansässigen Fauna angehörigen Viecherln, dass da eh kein Mensch daherkommt, und starrten uns aus allernächster nächster Nähe erstaunt an. 

 


Die nächste Station war bei der Fölzalm. 
Während Mac die nassen Latschen nach einem Geocache durchpflügte, dünstete die restliche Truppe bereits in der kleinen, saunaähnlichen Berghütte. Nach bereits 10 Minuten in dieser ursteirischen Schwitzhütte begann die Motivation weiter zu gehen rapide zu sinken. Nach 30 Minuten konnten wir nur mehr durch eine kollektive Kraftanstrengung diesen Ort des Dahindampfens und Genusses verlassen. Aber wir meisterten auch diese Herausforderung mit Bravur. 


Frisch ausgeruht hirschten wir nun weiter auf den naheliegenden, Fölzstein hoch über der Fölzalm. Während des Anstiegs war noch nicht ganz klar was uns am Gipfel erwarten würde: Regen, Schnee, Nebel oder sogar ein Sonnenstrahl? 


Letztendlich war es eine erfrischende Kombination aus Sturm und Regen bei fast 0°C frei nach dem Motto: “Do g’spiarst di!“ Nach schier endlosen fünf Minuten am Gipfel verließen wir fluchtartig das heimelige Plateau und rutschten und stolperten die 500 Höhenmeter der Fölzalm entgegen. Aus der zuvor gemachten Erfahrung mieden wir die Hütte natürlich nicht und kehrten wieder ein. Nachdem wir unserem Konsumrausch gefrönt hatten wanderten wir unserem eigentlichen Tagesziel der Voisthalerhütte entgegen. 


Wilde Geschichten und Gerüchte eilten dieser (fast) letzten Zivilisations-Bastion in dieser schroffen Bergwelt voraus. Glücklicherweise traf keine dieser Befürchtungen ein - wahrscheinlich deswegen weil wir vorgewarnt waren und uns mit engelhaften Manieren keinerlei Schuld zukommen ließen. Fazit: Essen gut, fein geschlafen, seltsame Leute. 


Am nächsten Tag hieß es um 06:45 Uhr aufstehen. Frühstück gab es ab 07:00 und Abmarsch war um 07:30. Zumindest in der Theorie. Wir schafften es dennoch diesen Masterplan mit 20 Minuten Verspätung umzusetzen. 

Der Morgen forderte schon in aller Früh unsere Kreativität auf Teufel komm heraus. Es war gar nicht so einfach, sich die herrlichen Berge, das umwerfende Panorama mit endlosen Gipfelketten und rauschenden Wasserfällen in der weißen, dichten Nebelwand vorzustellen. Aber die Hoffnung gibt man ja bekanntlich zuletzt auf, und so begannen wir frohgemut unseren Aufstieg auf "den Schwobn". Immer darauf bedacht schneller als die mit uns konstant aufsteigende Nebeldecke zu sein, rasten wir förmlich wie von der Tarantel gebissen über den Graf Meran Steig zu höheren und hoffentlich freundlicheren Sphären entgegen. Zumindest regnete es nicht mehr und wir mussten uns nur um den eisigen Wind kümmern. Aber wir waren ja dank voraussehender Leitung alle bestens gerüstet und wirklich allen Naturgewalten zu widerstehen.


Nach einiger Zeit und vielen Schneefeldern prallten wir dann im Nebel gegen die Hauswand des Schiestlhauses. Da es ja sowieso nichts zu sehen gab, kehrten wir als brave Wanderer natürlich wieder mal ein und sogen das kommunenhaften Flair dieser Hütte und die Kaspressknödelsuppe in uns auf. 


Nachdem wir der Sonne mehr als eine Chance gegeben hatten nun doch endlich mal den lästigen Nebel zu vertreiben setzten wir Taten. Wir verliesen die wohlige Wärme der Unterkunft und stapften wieder hinaus in das weiße Nichts. Nach einer nicht genau definierbaren Zeitspanne von Orientierungslosigkeit tauchten dann die heißersehnten Formen des Hochschwab Gipfelkreuzes auf. Wir waren am Ziel! Und da wir ja schon ewig nichts mehr gegessen hatten (und es sowieso nichts zu sehen gab) wandten wir unsere volle Aufmerksamkeit wieder den mitgebrachten Jausenbergen zu. 


Der Abstieg verlief weitgehend ereignislos. Lediglich das Wetter verhöhnte uns gnadenlos. Denn kaum waren wir wieder mitten am Graf Meransteig, beschloss der hinterlistige Nebel sein geisterhaftes Dasein nun doch aufzugeben und präsentierte unseren Gipfel in herrlichstem Sonnenlicht. Wahrscheinlich war auch das Panorama wunderbar, aber dafür gibt es ja eh Postkarten. 

Alles in allem war es eine wirklich lustige Wanderung mit total netten Leuten mit denen man auch bei weniger guten  (Wetter-)Bedingungen die größte Gaude haben kann. Bekanntlich ist ja der Weg da Ziel und den haben wir alle wirklich genossen!

-Mac-
 
















Freitag, 31. August 2012

go south 'I2 - der klettertrip in den süden



Irgendwann kommen alle an, die einen früher, die anderen später. So war es auch beim Klettertrip in den Süden. Süden hieß dieses Wochenende 1,5h Stunden südlich von Graz nach Kotecnik – auch wenn einige schon am Freitag starteten, sollte das Ziel wegen angekündigter Unwetter am Sonntag auch für einen Tag lohnend sein. Und lohnend war es allemal, das Klettergebiet mit seinem herrlichen Fels, der gemütliche Bauernhof mit Zeltplatz bei Familie Tratnik, bestes Wetter (zumindest bis Sonntagvormittag), und netteste Kletterkameraden – da lassen sich auch die literweise wassergefüllten Rucksäcke bei gefühlten 35 Grad im Schatten fast mühelos durchs Dickicht tragen. Und so fiel der Abschied schwer am Samstagabend, oder sollten wir trotz Schlechtwettersonntag doch noch bleiben? Der laue Sommerabend mit Mond über der Eselweide ließ einen schlechtes Wetter als eine absurde Idee erscheinen. Eine Partie entschied sich fürs bleiben, eine andere dagegen. Und das Tolle an diesem Sommermärchen ist, beide haben sich goldrichtig entschieden: Die einen nutzen noch einen trockenen Klettervormittag voll aus, die anderen wachen in Graz im Regen mit der Erleichterung auf, eh nichts verpasst zu haben…
Wann geht’s das nächste Mal los?

Donnerstag, 16. August 2012

frankenstein 'I2 - der klettertrip ins frankenjura

Das Frankenjura liegt, auch wenn das die Franken nicht gerne hören, im nördlichen Bayern. Das Gebiet ist durchsetzt von Flesabbrüchen und freistehenden Felstürmen, die seit den frühen 80ern von Größen wie Kurt Albert mit Sportkletterrouten in allen Schwierigkeitsgraden versehen wurden.


Das erste Auto startete am Mittwoch Abend mit Jakob, Christian, Alex und Johannes von Graz aus. Als Ziel wurde der Campingplatz beim Gasthof Eichler im Trubachtal auserkoren. Der Campingplatz ist wahrscheinlich jedem, der schon klettern in Franken war, unter „Kletteroma Eichler“ ein Begriff. Leider waren wir einige Jahre zu spät, um diese fränkische Koryphäe kennenzulernen, aber der Campingplatz wird von ihren Nachfahren, die ihr in Punkto herzlichkeit um nichts nachstehen sollen, nach den selben Prinzipien weitergeführt. Die Übernachtung ist mit 6€ pro Nase überaus günstig und für Kälteunempfindliche, können sogar 50 Cent pro Dusche gespart werden, was bei viermaligem Duschen einem delikaten Stück Kuchen aus Marthas Backstube entspricht und sich somit allemal rentiert.


Am Donnerstag Vormittag war als Treffpunkt mit dem zweiten Auto (Timon, Sarah, Luisa, Harald) der Klettergarten Weißenstein vereinbart. Schon bei der Hinfahrt, die Scheibenwischer auf höchster Stufe eingeschaltet, war klar, dass heute eine Regenjacke angebracht sein wird. Mit Ausnahme von einigen unbedeutenden Regengüssen konnten wir aber eine schöne und trockene Wand in allen für uns interessanten Schwierigkeitsgraden beklettern. Bei einem, mit Harris Kochkünsten zubereiteten Essen (Tortellini mit Gemüsesauce) und dem Genuss von fränkischer Braukunst ließen wird den Tag bei niederen Temperaturn und sternenklarer Nacht ausklingen.


Am nächsten Tag weckte uns der Regen. Deswegen suchten wir uns ein Gebiet mit überhängendem Charakter. So fuhren wir in die „Grüne Hölle“ und nisteten uns unter einem recht mächtigen Überhang regengeschützt ein, was bei einigen in gegen null gehender Klettermotivation endete und somit zu einem Nickerchen im Auto führte. Gegen Abend konnten aber, auf Grund des nachlassenden Regens, auch einige leichtere Routen beklettert werden.


Der Samstag führte uns ins, selbst für unseren Lokalmatador Timon, unbekannte Gebiet Förenstein. Die Routen waren eher wenig einladend und die Ausstiege waren fast ausnahmslos nass, was in Kombination mit der Teils recht laschen Absicherung keine gute Kombination darstellte. So zwang uns der nächste Regenguss zu einer Zwangspause unter einem kleinen Vorsprung. Zum Glück hatte Harald „zufällig“ ein paar Dosen mit leckeren Kartoffelgerichten eingesteckt, die noch vor Ort verspeist wurden. 





Ein Stellungswechsel brachte uns zur Schottersmühler Wand. Die recht langen Routen (ca. 25m) waren eine willkommene Abwechslung und konnten bei Sonnenschein geklettert werden.


Am letzten Tag weckte uns zur Abwechslung die Sonne. Doch bei genauerem Hinsehen näherte sich schon, wie könnte es anders sein, eine Regenwolke. Wir hatten gerade noch Zeit alle Sachen in Jakobs Auto zu stopfen bevor ein mächtiger Platzregen über uns hereinbrach. So fiel die Wahl des letzten Klettergebiets auf die Bärenhofer Wand, wo es auch überhängende und somit regengeschützte Passagen gab. Schon beim Zustieg wurde wir von einem Regenguss überrascht und mussten eine Zwangspause mit ausgiebiger Jause in einem gemütlichen Unterstand einlegen.



Nach längerer Sucherei, die ohne die weise Entscheidung von Harald, ein GPS mitzunemhen, wohl noch deutlich länger gedauert hätte, wurde die Wand gefunden und konnte bis auf wenige nasse Route prima beklettert werden.

Direkt von der Bärenhofer Wand machten wir uns, mit einem bis an den Rand mit Gepäck und Insassen vollbeladenen Auto, auf den Heimweg. Wer hätte gedacht, dass in einem Seat fünf Kletterer (Jakob, Alex, Christian, Harald, Johannes) incl. Camping- und Kletterzeug Platz finden. 


In Wels legten wir einen Stopp ein, um Harald abzuladen. Diese Möglichkeit auf ein Abendessen wurde sogleich ergriffen, denn schon das ganze Wochenende war von einem leckeren Schweinebraten zum Abschluss die Rede. So fanden wir uns in der Welser Version des „Gösser“ wieder. 
Schon beim Eintreten wurden wir von Harald vorgewarnt, dass der Service hier wohl nicht den höchsten Standards entsprechen soll und wir wurden nicht enttäuscht. Leider fand sich auf der Karte kein Schweinebraten, so wurde reihum das Menü (Pute) bestellt. Nach der verwirrendsten Servierung der Getränke, die wir je gesehen haben (niemand bekam das was er bestellt hatte) und sonstigen pausenlosen Fehlern seitens des Personals wurde das Essen serviert. Bekommen haben wir...richtig: einen Schweinebraten. Selten hatte man in einem Gasthaus in so kurzer Zeit so viel zu lachen. 

Ein perfekter Abschluss eines, trotz schlechten Wetters, sehr schönen Klettertrips ins Frankenjura.




Dienstag, 8. November 2011

climb on ´II - Kletterwochenende in Osp/ Slowenien

Lost in Osp- 29th - 1st of november

Last weekend a group of great us headed to Osp in Slovenia for 4 days of climbing in the sun. We left on Saturday morning around 6 am. After around 3 hours of travelling, we finally arrived at the campsite in Osp, the view was absolutely stunning.


It was 9 am and although everyone still looked like they’d just rolled out of bed, I think we were all psyched to get on the rock as soon as possible. We set up camp;


some people taking a lot longer than others, not mentioning any names. After having eaten breakfast and gaining some much needed strength, we decided where people wanted to climb; the general consensus was that going to Crni Kal would be a nice start to the trip. It was a bank holiday weekend so the crag was pretty crowded, mostly with groups of children. Most of the easier routes were occupied so we jumped on any free routes we could.
Everyone had a good day, some people just enjoying easier routes and others really trying to push their grades and get over the fear of falling by taking as many falls as possible. Considering it was late October, the weather was amazing; it sometimes even felt too hot to climb. We stayed at the crag until sunset; a successful and entertaining day of climbing was had by all. A group had left slightly earlier and we had not properly calculated how many people were left at the crag. There were 8 people and we only had one car, we were determined we would get everyone in the 5 seater car but in the end decided this was a very bad idea. That evening it felt like feeding time at the zoo, everyone was starving and very tired. We all enjoyed a lovely evening with great company and great music. Some of us went to bed at 10pm and was woken up by a dog being let into our tent; this was very entertaining… for some of us.

Day 2: Sunday 30th


Sunday was spent climbing at Osp, the Crag has 194 routes, most of the routes however are 6a and harder. A lot of climbing was done followed by lots of napping in the sun. It was a lovely day. The evening was spent drinking wine, chilling out and laughing at Marcus and Jarko’s communication issues.


Day 3: Monday

After having rained for most of the night, we were lucky to wake up to glorious sunshine and more importantly dry rock!! One group headed directly to Crni Kal but the rest of us decided to climb half the day at Misja pec followed by Crni Kal. The climbing at Misja pec was challenging but very satisfying.


While climbing a 6a, there was a child next to us climbing an 8a+, this made me feel somewhat inadequate. As it was slightly colder the rock was very grippy, perfect conditions!
After climbing, we headed to find a supermarket as someone was getting a bit sick and tired of just eating tuna. We headed to Koper, a lovely Slovenian seaside town. All of us were excited at the prospect of getting food, but all supermarkets were shut. It hadn’t crossed our minds that it was a bank holiday in Slovenia. After having literally driven around in circles (around the roundabout) for about 5 minutes, we decided it would be a better idea to get something to eat in town. We found a kebab shop; this was one of the best moments of my life and I’m sure others would agree. I have never seen kebabs disappear so quickly.
The Scandinavian, Austrian, British car decided to find an open supermarket, some locals said if we headed towards Italy we could find a very big supermarket which is open until 8 pm. Marcus and Jarkoo bought 1 kg of cheese and enough meat to feed a family. All was going very well until we decided to head back to Osp, we ended up in Trieste. It took us more than 1 hour to get back, a journey which usually takes less than 30 minutes. When we got back to the campsite we had a wine and cheese party. Some of the wine was lovely others were absolutely disgusting and not worth being called wine! We all had a really good last evening together, once again laughing at mr. drunk Jarko and the fact he couldn’t taste the difference between good wine and bad wine, for him everything was GOOOOOOD!


Day 4: Final Day

Once again we were blessed with good weather; although slightly chillier than the other days it was still pleasant. Everyone decided to leave at different times, one group left early to climb somewhere else on the way home, another group left at mid-day after having had a morning climb and then our car left at 6pm after having to be jumped started as the car battery was empty.
Roland and I decided to climb a 6b+ multi-pitch. It was definitely above my grade, but I was determined to get up, whether it meant pulling on my quick draws or on lovely blocs of wood or even being hauled up, thank you Roland : )


The view from the top was amazing. All in all I feel the trip was a success and I hope everyone enjoyed it as much as I did. Thank you everyone for such great company.






Thanx Naomi for writing the Blog and thank you all for the great weekend
See you soon!!!
Liebe Grüsse Verena

Samstag, 17. September 2011

Sunset II – Die Sonnenuntergangswanderung – 10.09.2011 - 11.09.2011

Jeder Sommer geht mal zu Ende. Ein letztes Bergwochenende voll von Hitze, Sonne und endlosen Ausblicken in weite Ferne. Ein erstes Abschiednehmen von den Bergen - die Einstimmung auf den Herbst. Heuer findet an jenem Wochenende die Sonnenuntergangswanderung Sunset II statt. Wir werden nicht die einzigen auf unserem Weg sein die an diesen zwei Tagen dem Sommer Lebewohl sagen. Auch von den Almen die wir durchwandern wird das Vieh ins Tal getrieben und ein letztes Mal wird oben noch gefeiert.

Eine große Gruppe - 13 Leute - findet sich am Samstag in der Früh am Parkplatz Graz-Nord ein. Aufgeteilt auf drei Autos wird es für manche etwas kuschelig, aber schon nach kurzer Fahrt sind wir in Bruck wo wir noch unsere Jausenrationen aufstocken und mittels Kaffee versuchen doch noch wach zu werden bevor es dann losgeht.

Ankunft am Parkplatz in der Jassing. Noch während wir unsere Wanderschuhe anziehen wird auf der Straße unter uns die erste Kuhherde vorbeigetrieben. Der Almsommer ist zu Ende, es ist Zeit für den Abtrieb geworden. Festlich geschmückt traben die Kühe vorbei - ungeschmückt marschieren wir los in die andere Richtung. Hinein in den Jassinggraben zur Neuwaldalm am Fuße der Frauenmauer.




Strahlender Sonnenschein begleitet uns während des Aufstiegs, unsere Gruppe zieht sich immer wieder in Länge. Während einer Jausenpause kurz nach dem Bärlochsattel beschließen ein paar von uns schnell zum Gipfelkreuz des Langsteins emporzusteigen. Zwischen den Latschen tut sich ein Steig für uns auf und am Gipfel werden wir mit einer grandiosen Fernsicht für die Mühen des Aufstiegs belohnt. Wir blicken zurück auf unseren bisherigen Weg sowie über die Hochfläche die wir bald durchqueren werden. Zwischen zwei Bergen blinzelt sogar der Erzberg durch. Unten sehen wir unsere Begleiter rasten.




Nach einem Gipfelfoto kehren wir zu ihnen zurück und gemeinsam geht es weiter. Den ersten Aufstieg haben wir überstanden, jetzt gilt es nur noch leichte An- und Abstiege zu überwinden. Dann die nächste Rast auf der Pfaffingalm. Diese ist bereits verlassen und für den Winter abgesperrt. Vor den Hütten können wir die Sonne genießen bevor wir wieder gemächlich unseres Weges ziehen.

Die Androthalm kündigt sich bereits von weitem durch Gesang und Ziehharmonikamusik an. Hier wird Abschied vom Sommer gefeiert. Auch wir lassen uns an einem der Tische vor der Hütte nieder. Wir rasten nicht wirklich lange, dennoch bricht in der Zeit die wir dort rasten der Großteil der Gäste auf und steigt ein letztes Mal in diesem Jahr ins Tal hinab. Hier sind wir wirklich im letzten Moment vorbeigekommen um die Hütte noch geöffnet vorzufinden. Als wir die letzte Etappe zur Sonnschienhütte in Angriff nehmen ist es bereits ruhig geworden.




Die Sonne versteckt sich immer wieder hinter inzwischen aufgezogenen Wolken und die Sonnschienalm erreichen wir ohne den namensgebenden Schein. Hinein in die Hütte, und erst mal was Trinken. Die Wolken ziehen weiter, wir müssen also nicht im Schatten sitzen sondern genießen unsere Getränke und das wohlverdiente Abendessen im Schein der inzwischen schon untergehenden Sonne. Wirklich Lust jetzt noch wo hinaufzusteigen um den Sonnenuntergang zu betrachten haben wir plötzlich alle nicht mehr. Hier am Balkon der Hütte ist es gerade so gemütlich.

Dennoch, Gudrun und ich spazieren noch auf eine Kuppe am Rand der Alm von wo aus wir die Sonne gerade noch hinter dem nächsten Hügel verschwinden sehen können. Um mehr zu sehen hätten wir schon halb auf den Ebenstein steigen müssen. Da hatte das Abendendessen eindeutig höhere Priorität.




Rasch zurück in die Hütte - ohne Sonne wird es hier droben schnell frisch. Erst mal das Nachtlager beziehen, dann zusammensitzen. Mich zieht es immer wieder vor die Hütte um Fotos zu schießen. Aufziehender Bodennebel, beleuchtet vom Fastvollmond taucht die Alm in eine fantastisch fremdartige Atmosphäre. Ungewohnt früh verschwinden wir dann im Nachtlager, müde genug sind wir vom Aufstieg geworden.



Der neue Morgen begrüßt uns wieder mit strahlendem Sonnenschein. Vom Nebel ist nichts mehr zu sehen, die Alm ist wieder ganz Teil dieser Welt. Frühstücken, Zähneputzen, vor der Hütte zusammenwarten und schon geht es los.

Unsere Wege trennen sich. Die Meisten steigen zum Ebenstein empor, die Anderen wollen den heißen Badetag am Sackwiesensee verbringen. Die erste Strecke zum Ebenstein wandern wir noch durch ein schattiges Tal, doch kaum, dass der Aufstieg beginnt sind wir der Sonne auch schon hilflos ausgeliefert. Noch einmal demonstriert sie ihrer Stärke.




Das Gipfelkreuz erreichen wir schneller als wir geplant hatten, dort jausnen und rasten wir mal, um anschließend noch den richtigen Gipfel aufzusuchen und den Ausblick auf die umliegende Hochschwablandschaft zu genießen. Dann geht es flott hinab, zurück zur Sonnschienhütte. Dort erst mal was trinken, die Hitze der Sonne fordert ihren Tribut. Vor der Hütte wird der Maibaum umgeschnitten. Auch hier der Abschied vom Sommer, ein letztes mal wird gefeiert.




Dann auch der nächste Abschied für uns. Der Großteil der Gruppe bleibt auf der Hütte, um gemeinsam mit der Sackwiesenseegruppe abzusteigen - das Quartett aus meinem Auto hat jedoch noch nicht genug und somit wandern wir auch noch schnell zum See. Da der direkte Weg zu einfach wäre steigen wir am Hinweg zum Plotschboden ab um noch ein paar Bonushöhenmeter mitzunehmen.


Den Umweg zur Häuslalm lassen wir aus und bald schon erreichen wir das Ufer des Sees. Hier war ich schon drei Wochen zuvor, nach einer Hochschwabrunde. Auch heute freue ich mich auf die Abkühlung nach zwei schweißtreibenden Tagen. Lange hält es uns nicht im Wasser. Wie kühl der See doch in letzten drei Wochen geworden ist. Der Herbst lässt wirklich nicht mehr lange auf sich warten. Ein wenig bleiben wir in der Sonne liegen, dann brechen wir auf. Zum letzten Mal an diesem Tag geht es zurück zur Sonnschienalm.




Hier halten wir uns nicht lange auf, inzwischen ist es schon spät geworden. Hinab wandern wir die Russenstraße, wobei wir die Serpentinen soweit möglich am Schinder abkürzen. Zwischen den Bäumen verschwindet die Sonne dann ein letztes Mal und als wir wieder in der Jassing ankommen liegt das Tal bereits im Schatten.


Die Fahrt zurück nach Graz dauert auch noch einige Zeit und als ich endlich wieder zuhause ankomme ist auch hier die Sonne schon untergegangen.

Zwei schöne Tage, zugleich anstrengend und entspannend sind vorbei. Viel neues für mich. Sowohl einen neuen Teil des Hochschwab als auch viele neue, sympathische Leute habe ich kennengelernt. Danke an alle die dabei waren und die Zeit so angenehm gemacht haben. Besonderen Dank an Katl fürs organisieren und planen. Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung!

Peter