Sonntag, 15. Mai 2011

go south // der klettertrip



go south II`
der klettertrip I4.05.II

in der auswahl der klettergebiete und in den erzählungen über die tollen felsen und die genialen routen scheint es oft, dass kletter/innen ihre unternehmungen gerade eben nur von diesem hauptelement „fels“ abhängig machen. doch auch bei diesem trip, durften wir unserer größten abhängikeit schon in den vorbereitungen intensiv ins auge blicken: dem wetter.

die zentrale frage: „wird’s regnen?“ gesellt sich in den mittelpunkt unserer runde. die wetterberichte sagen ja – unsere kribbeligen finger wünschen sich nein,…

der wetterbericht sollte recht behalten und somit verkürzte sich unser tripp auf einen tag – auf einen l a n g e n fleißigen, lustigen, sonnigen klettertag, in den gefühlt gleich zwei tage gepackt wurden.

ein teil des restes der bande :-)

ein teil von uns reiste schon freitags teils mit dem rad an – der rest der bande folgte samstag morgen. wieder einmal durften die camper unter uns die gastfreundschaft und gute bewirtung der bäuerin am „campingplatz“ genießen.

kotecnik lässt unsere kletterherzen nicht nur höher schlagen, weil man unter den fingern wunderschönen kalk spüren darf und es von graz gar nicht weit zu fahren ist. überzeugend ist einfach auch die riesen auswahl: 11 sektoren mit 297 routen von 4b bis mind. 8b+

sektor A trapez

da die sonne morgens noch nicht so stark war – nützen wir die gelegenheit und statteten dem sektor A "trapez" einen besuch ab.














es wichtig, die dinge im richtigen blickwinkel zu betrachten

am nachmittag besuchten wir noch sektor J "pisani svet", der unsere heißen gemüter durch den schatten etwas abkühlte und uns noch mit seinen sehr schönen, langen touren begeisterte.

auf grund der schlechten wettervorhersage brachen wir abends die zelte ab (bzw. erst gar nicht auf), ließen bei pizza, pasta und meeresfrüchte unseren schönen tag ausklingen und machten uns dann wieder auf den heimweg! aber keine sorge, wir kommen bald wieder,…








denn das gute liegt so nah.

Montag, 18. April 2011

Zanzara - Colodri

Es stand wieder einmal ein Kurzurlaub am Gardasee an. Zur Abwechslung gab es auch mal richtig schönes Wetter.
Um nicht nur in den kurzen Wänden herumzuhängen schlug ich Manni die Zanzara am Colodri vor, wovon er sich auch recht schnell begeistern ließ.

Nach einem gemütlichen Frühstück und einem 5 minütigen Zustieg vom Campingplatz steht man auch schon unter dem mächtigen Pfeiler der schon ein wenig überhängend herunterlacht.
Die körpereigenen Wasserreserven werden noch einmal richtig aufgefüllt, mehr als einen halben Liter will ich ob der doch recht anspruchsvollen Längen nicht am Gurt hängen haben, ehe es noch gemütlich zum ersten Stand geht.
Relativ leicht geht es bis zum orangen Wandteil wo einem gleich einmal klar wird was gespielt wird.


An zum Teil richtig kleinen Leisten und schlechten Tritten geht es schräg nach oben.
Die Länge stellt sich als gehöriger Kaltstart heraus und schiebt für eine 6b+ ganz schön an, 6c könnts meiner Meinung nach schon sein.




Schon hier muss man den Erstbegehern Respekt zollen, es braucht sicher schon einiges an Scheid um in eine solch pralle Wand hineinzuklettern.

Es folgen auch schon die Schlüssellängen. Die 7a+ Länge geht unten schon schön steil an und bietet athletische Züge an brauchbaren Leisten. Oben lässt sich Manni etwas von den Magnesiaspuren in die Irre leiten und bleibt etwas zu lange im Schrägriss, anstatt an Leisten nach links zu kletter was nach zwei Abflügen aber dann schon erkannt wird.


Ich sitze weiter unten einmal, da ich in das „gute“ Zweifingerloch nur einen meiner dicken Finger quetschen kann. Ansonsten läufts ganz gut und so kann ich mich ohne allzu große Probleme zum Stand hochkämpfen, wenngleich es bis oben schon kräftig pumpt und echt knapp am Abtropfen bin.

Die Quergangslänge geht recht gut an, man wird immer wieder mit einem großen Griff belohnt, ehe nach der Hälfte eine völlig glatte Stelle kommt. Ideenlos ziehe ich mich an einer Expresschlinge hinüber. Der Rest wartet noch mit dem ein oder andren Anreiber auf präsentiert sich dann aber schon wieder eine Spur durchschaubarer.






Noch eine 7a Länge die nach einer wilden Plattenstelle wieder in steilere Kletterei übergeht. Oben nehmen die Hakenabstände direkt proportional zur Griffgröße zu – wirklich schlimm wird’s aber nicht und das Sturzgelände wäre ohnehin recht angenehm.
Die nun folgende 6a Länge aufs Band ist noch mal richtig fordernd und würde von mir wohl leicht einen ganzen Buchstaben mehr verdienen. Sei es deswegen oder auf Grund meines Laktatüberschusses aus der vorhergehenden Länge, auf jeden Fall geh ich gleich zu Beginn knapp am Abflug vorbei und kämpfe mich ganz schön zum Stand rauf. Insgesamt war dies für mich die anstrengendste Länge der ganzen Tour :D.
Deshalb gibt’s am Band auch einmal ein paar Schokoriegel und ein paar Schluck Wasser. Etwas gestärkt gehe ich dann die paar leichten Meter zum nächsten Stand gleich vor, ehe man in den oberen Wandteil startet.

Oben komm ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Kletterei ist schöner wohl kaum mehr vorstellbar. Von Tropfloch zu Tropfloch geht es in technisch anspruchsvoller Kletterei höher.


Wirklich geschenkt ist kein einziger Meter, aber dennoch findet sich immer wieder ein Griff.
Die Hakenabstände sind hier auch etwas weiter, keineswegs gefährlich, aber schon so, dass man die Schwierigkeiten recht obligatorisch klettern muss.


Eine recht lange Länge mit ein paar gemeinen Stellen, die sich aber immer wieder ganz gut auflösen, folgt.


Teilweise ist schon Entschlusskraft gefordert um von den guten Griffen wegzuklettern. Der Weiterweg ist meist nicht ganz offensichtlich und so muss man sich bei der Richtungswahl ein wenig auf den Kletterinstinkt verlassen. Tatsächlich findet sich zum Glück dann schon noch immer ein verstecktes Leistchen.


Über eine athletische aber großgriffige Verschneidung geht es ins leichte Ausstiegsgelände und schließlich auf den Gipfel.
Der Abstieg erfolgt wieder einmal über den Klettersteig und so ist man schnell wieder unten.
Noch schnell den Rucksack abholen, das Tageswerk begutachten und auf zum Abendessen :).


Infos:
300hm, 14 SL
Maximal 7a+, recht anhaltend 6b/+ . Generell gibt es von unten bis oben eigentlich keine lockere Seillänge und es ist tatsächlich immer fordernde Kletterei. Ich denke so 6c wird obligatorisch wohl schon zum Klettern sein. Ein bisserl mehr schadet aber nicht, will man die Tour wirklich genießen und sich nicht von Haken zu Haken fürchten müssen.
12 Expressen sind ausreichend, die Tour ist durchwegs ausreichend mit Bohrhaken versichert.

Samstag, 26. März 2011

tape me baby 'II - das frühlingskletterwochenende in osp

die vorbereitungen für den klettersaisonstart in slowenien waren von intensiver wettervorhersagerecherche gezeichnet – zweifel, ob es denn schon warm genug sei, mischten sich unter die große, große vorfreude doch endlich wieder draußen klettern zu können. jede/r wollte gut vorbereitet sein, was sich möglicherweise in der menge der warmen kleidung, decken, schlafsäcke, matten,… auswirkte.

(wir waren zu viert im auto...)

unsere runde fiel letzendlich doch etwas kleiner aus, da leider auch der autonotarzt ein eingeplantes osp auto nicht retten konnte – zwei liebe menschen konnten also leider nicht kommen,… dafür erfreuten wir uns sehr an einem kurzfristigen besuch von vier kurzentschlossenen, die uns mit ihrer spontanität beflügelten,…



als wir am ersten tag die hügel über crni kal „erklommen“ wurden unsere wetterzweifel mit einer von warmen licht und sonnenstrahlen erleuchteten wand zerstreut!



die wintersaison in den knochen versuchten wir uns in unsere frühlingsform zu bringen,…



den doch etwas frischeren nächten konnten wir mit sehr nahrhaften abendessen und unserem portablen feuer gut begegnen und es kam richtige romantische wildnisstimmung auf,…


da waren die touren in osp am zweiten tag schon ein bisschen knackiger, genau der richtige ansporn fleißig zu trainieren und dran zu bleiben,…



„tape me baby“ – ja leider, nicht mal das tapen half, um auch am dritten tag noch voller energie und tatenkraft die osper plattenschleicher und co hochzujagen. da ist höchstens noch ein besuch in crni kal drin, meinten die fingerkuppen :-)


obwohl es merklich wärmer wurde – von samstag auf sonntag – zumindest in der nacht, fuhr so manchen von uns der sonntägliche wind ziemlich in die knochen und in die fingerbeweglichkeit,…


aber die meisten von uns waren eh schon richtig ausgepowert… so ging es gut getimed am Nachmittag schon wieder richtung graz, gerade richtig um am abend eine enspannte sägewerkpizza zu genießen,…



fein wars,….

wir freuen uns schon aufs nächste mal!!!

Mittwoch, 23. März 2011

Vom Winde verweht - Klettertour Fenstergucker

Als eine leichte und trotz des teilweise schrofigen Fels, nette Kletterei in lanschaftlich interessanter Umgebung mit Blick auf den Grünen See, kann die „Fenstergucker“ durchaus beschrieben werden. Eigentlich wollten wir eine Winterbegehung mit Steigeisen und Pickel unternehmen, doch Schnee gab es erst am Ausstieg. So wurde die üppige Ausrüstung auf ein Minimum reduziert ...


Mit guter Ausrüstung kann einem auch schlechtes Wetter nichts anhaben ...(Foto: Ingo Stefan)



Zu sechst in zwei Dreier-Seilschaften waren wir unterwegs. Durchwegs eine bunte und gut gelaunte Gruppe, die teilweise das erste Mal zusammen im Fels unterwegs war. Gekannt hat man sich aber über die AV-Donnerstagstreffen, sowie von den unzähligen Einkäufen beim Bergfuchs schon länger.

Der Einstieg befindet sich bei einem markanten 15 Meter hohen Pfeiler der mit der Plattenwand eine Kaminartige Rinne bildet. Dort war das Wetter noch sonnig und windstill. Alle waren super drauf, die Seilschaften wurden gebildet und keiner ahnte, dass das Wetter noch so richtig „Orsch“ wurde - ev. hätte man bei dem Foto aber schon eine Vorahnung haben können ...


Wenn man dem schönen Wetter geschlossen die Kehrseite zeigt, kann der Wettergott empfindlich reagieren und das Wetter rasch ändern ... (Foto: Ingo Stefan)



Voller Zuversicht und Vorfreude sind wir in die Tour eingestiegen, doch bereits in der zweiten Seillänge war die Sonne hinter den Wolken verschwunden und der teils stürmische Wind blies uns die Schneeflocken waagrecht ins Gesicht. Ein klettern ohne Handschuhe war kaum noch möglich, am Stand wurde gefroren und dennoch konnte uns das Wetter die Freude an der Tour nicht nehmen.

Zügig kletterten wir die teilweise grasigen Blatten durch und genossen - dem Wetter zu trotz - die tolle Aussicht.


Christian in der 1. Seillänge (Foto: Ingo Stefan)



Beim Abstieg war an ein Abseilen nicht zu denken, da der Wind uns das Seil verblasen hätte. Also rein in die Steigeisen und ab durch das Felsenfenster und über das Geröllfeld zurück zum Einstieg. Anschliessen wurde noch richtig fein gegessen und die nächsten Vorhaben vorbesprochen.


Fazit: Ein feiner Tag mit feinen Leuten in feinem Fels!


Bericht von Ingo STEFAN.

Datum der Tour: Sonntag, 20.03.2011

Tourdaten "Fenstergucker": Tragöß, 230 m Kletterlänge, 5 Seillängen, UIAA: 4+

Seilschaft: Katrin Grandl, Christian Leitinger, Jannis Staud, Eric Schirtzinger, Martin, Ingo Stefan

Montag, 28. Februar 2011

sunday high 'II.o7 – die wochenendwanderung - kw.o8 – rote wand


Wieder mal Sonntag. Wieder mal Wandern. Heute was gemütliches. Von der Teichalm auf die rote Wand. Treffpunkt in Weinzöttl erst um 09:00. Die Anderen sind schon da. Meli mit Hund. Dieser begrüßt mich mit einem äußerst unfreundlichen Bellen. Komisch, ich mag Hunde und diese normalerweise auch mich. Hier läuft es wohl anders.



Mit den Autos rauf auf die Teichalm. Unerwartet viel ist hier los. Die Skilifte sind in Betrieb, hunderte Leute am Eis, alles ist weitgehend vollgeparkt. Das Wetter zeigt sich auch von seiner angenehmen Seite. Noch ein wenig dunstig, aber die Sonne kommt schon gut durch.






Noch schnell die Schuhe umgezogen und wir wandern los. Gemütlich geht es auf der Forststraße den Mixnitzbach entlang. Erstmal bergab. Die Straße ist immer wieder vereist, doch uns kann das nicht schrecken. Da haben wir in den letzten Wochen schon ganz andere Eisstraßen bezwungen. Dann verlassen wir die Forststraße und machen unsere ersten Höhenmeter. Fast direkt die Falllinie empor zur Tyrnauer Almhütte.


Dort genießen wir Jause und Tee sowie die wärmenden Sonnenstrahlen. So kann es bleiben. Der Hund mag mich noch immer nicht. Selbst schuld, bekommt er auch nix vom Würstl ab. Dann der Aufbruch. Nach kurzer Wanderung sehen wir auch schon die rote Wand. Nun ist es nicht mehr weit. In den Tälern unter uns ist es dunstig und nebelig. Gut, dass wir heute hier oben sind.



Den Hügel vor uns umgehen wir seitlich, dann kurz durch den Wald, noch ein kleines Stück am oberen Ende der Wand entlang und schon sind wir beim Gipfelkreuz. Wieder rasten, wieder die Sonne genießen. Schöne Aussicht in die nebelgefüllten Täler. Eintragen ins Gipfelbuch, noch ein Foto und wir steigen wieder hinab.



Am Rückweg nehmen wir noch den Hügel vor der roten Wand mit. Leider liegt bergab schon zu wenig Schnee um runterzulaufen. Auf der Tyrnauer Alm entscheiden wir uns für einen Weg der durch eine lichte Waldlandschaft zurück auf die Teichalm führt. Bäume, Sonnenstrahlen und Schnee. Sehr erholsam.


Auf der Teichalm haben wir dann noch viel Zeit um gemütlich in der Sonne einen Kaffee zu trinken während wir auf den ÖAMTC warten. Doch das ist eine andere Geschichte...


Inzwischen machen wir eigentlich jeden Sonntag eine (meist gemütliche) Wanderung. Solltest Du Lust haben mitzugehen schau einfach mal beim Mittwochstreffen, so ab 19:30, im AV-Haus vorbei!


Ganz liebe Grüße auch an Michi und Chrisu, die diesmal nicht mitgehen konnten, da sie den Sonntag wohl cocktailschlürfend bei sicher mehr als +30° im asiatischen Dschungel oder am palmengesäumten Strand verbringen "mussten". Wir freuen uns wenn Ihr wieder dabei seid!