Samstag, 31. August 2013

Blasenpflaster13

21. August 2013

Mittwoch abend gings zu viert los von Graz Richtung Zederhaus, wo wir unser "originales, urtümliches" Quartier in einem der örtlichen Gasthöfe bezogen. Da man uns dort außer Dosengulasch und Tiefkühlpizza nichts mehr anbieten konnte, ließen wir uns bei einem der Gasthäuser im nächstgelegenen Ort noch kulinarisch verwöhnen und besprachen die Tourenziele der nächsten Tage. 

22. August 2013

Weißeck, 2711
Riedingscharte, 2274
Nach einer mehr oder weniger entspannenden Nacht stieß am nächsten Morgen unser fünfter Mann zu uns, um unsere Truppe zu komplettieren. Um ca. halb 9 brachen Michael, Christoph, Silvia, Stefan, ich und unsere Gams Toni von der Schliereralm in Richtung Weißeck auf. Da uns der herkömmliche Weg zu langwierig und fad vorkam, versuchten wir uns an der in der Karte eingezeichneten Diretissima. Über steile Hänge gings so bis zur Riedingscharte, die uns als willkommene Location für eine einstündige Jausen-/Schlaf-/Sonnenpause diente. Nach weiteren 450hm genossen wir die Aussicht vom Gipfel des Weißecks mit einer weiteren langen Pause.  Das Weißeck mit seinen 2711m sollte auch der höchste Punkt unserer Wanderung bleiben. 



Nach kurzem Abstieg ins nächste Tal waren wir auch schon bei unserem luxuriösem Quartier für die kommende Nacht angekommen. Die neu renovierte Sticklerhütte ließ keine Wünsche offen: Bier, Liegestühle, gemütliches Ambiente, gutes Essen, sympathische Wirtsleut und das alles noch bei sehr annehmbarem Preis!

23. August 2013

Mureck, 2402
Am zweiten Tag gings von der Stickleralm zum obligatorischen Etappenziel Murursprung, als Muss für alle Steirer. Über einen schön angelegten Höhenweg mit traumhaften Ausblicken auf die Hohen Tauern gings weiter in Richtung Tappenkarsee. Toni wurde beim Anblick der Hohen Tauern mit ihren unzähligen Möglichkeiten an Hochtourenzielen schon ganz "wuschig". Unterwegs ließ sich auch noch der ein oder andere Gipfel  am Wegesrand mitnehmen. Die Burschen gaben sich noch ein kleines "Hatzal" auf die Glingspitze während Silvia und ich schon die Terrasse der Tappenkarseehütte genossen. Nach ein paar Bier gings an diesem Abend relativ zeitig ins Bett, da für Samstag der längste Tag geplant war.

24. August 2013

Erstbegehung des "Silvia Überhangs"
Da das Wetter für Samstagnachmittag nicht sehr gut aussah, verließen wir schon um 7 die Tappenkarseehütte um zurück Richtung Riedingtal aufzubrechen. Morgenstimmung und Traumaussicht genossen wir noch am Weißgrubenkopf bevors weiter zur Franz-Fischer-Hütte ging. Unterwegs machten wir noch eine grausame Entdeckung: eine Kuh hat das starke Gewitter in der Nacht leider nicht überlebt und lag regungslos am Wegrand. Wir meldeten den Fund natürlich bei der nächsten Alm.
Da für Nachmittag Gewitter angesagt war und die Wolken oft bedrohlich aus der Ferne zu erblicken waren, entschlossen wir uns, das Große Mosermandl auszulassen und stiegen nur noch ein paar Extra-Höhenmeter zur Windischscharte auf. Die dort gefundenen Boulderblöcke ließen unser Kletterherz nochmal höher schlagen und so brachten wir noch mehrere Erstbegehungen hervor. 
Da der Wetterbericht für Sonntag gar nichts Guten erahnen ließ und uns nach keinem Spieltag in der Hütte zumute war, entschieden wir, unseren Trip bei der nächsten Hütte zu beenden und anstatt der Übernachtung auf der Jakoberalm gleich zum Auto abzusteigen. Da wir ja keine Ungustl sind, haben wir bei der Jakoberalm noch zu Mittag gegessen und einen Beitrag für die entgangene Übernachtung geleistet. Trotz der Vorhersage der Wirtsleut "Oiso bei uns hods jetzt jo nia gregnt" war der Sonntag total verregnet und wir waren froh, den nächsten Tag gemütlich in Graz zu verbringen, anstatt irgendwo am Berg im Regen herumzuhirschen.



Danke für den gelungenen Trip! Wir haben uns noch ein paar Ziele in der Region offen gelassen fürs Blasenpflaster14!




Mittwoch, 14. August 2013

go south 'I3

10.August 2013 
Climbing Go-South-und mein Auto aus Klagenfurt bewegt sich zuerst mal nach East um dann southy zu fahren. Kotecnik heißt das Ziel und dank der perfekten Beschreibung von Cheforganisatorin Sarah ist es ein Leichtes, den Parkplatz anzusteuern und den Sektor J aufzufinden. Und es stellt sich als wahrhaft lohnend heraus dem Odeur des Testosterons zu folgen, welches von den kraftstrotzenden Männerleibern versprüht wird und bewundernde Blicke der am Wandfuß stolzierenden Frauen auf sich zieht. Selbstverständlich mischt sich auch so mancher grazile Frauenkörper dazwischen, der sich eidechsenartig die Wandflucht hinaufwindet!


Und Eidechse! Das dürfte in Anbetracht der Trockenheit die über die Amphibien dominierende Spezies sein und unter dieser Voraussetzung stieg die gute Silvia auch zu Höchstleistungen auf, denn damit reduzierte sich die Wahrscheinlichkeit einer unerwünschten Froschquerung! (Liebe Silvia verzeih mir, dass Du somit ein wenig öfter in meinem Bericht Erwähnung finden darfst!)


Damit zur Reisegruppe
Ladys first: Die charmanten und eleganten Schönheiten unserer Teilnehmerschaft: Silvia, Sarah und Nicole
The Guys (in altersaufsteigender Reihenfolge) Fabio, Gernot, Harald, Martin R., Jakob, Timon, Johannes und ich.

(Klärende Anmerkung: In der Aufzählung der Teilnehmerinnen kommt keine Reihung nach Alter, Schönheit, Reichtum etc. zur Anwendung!)

Was für eine Perle, dieser Sektor J! 30m lange, gerade mundgerechte Leichtestverspeckung begleiten die kletterfreudigen Finger und die nach Halt suchenden Tritte nach oben! Abwechslungsreiche Felsstrukturen regen auch manchmal die Denkfähigkeit an und ergeben somit eine wahrhaft nette Symphonie des Bewegungsapparates; verborgen oder vielmehr geschützt von der Sonne im Schatten der Hopfenbuchen!

Abendessen
Surrende Geräusche der Gaskocher fördern in Kombination mit Dämpfen ätherischer Öle von Zwiebeln, Zucchini und weiteren Gemüsen die Appetitanregung, die allein schon durch den langen Klettertag ohnehin ein Maximum erreicht hat.
Gierend füllen wir unsere Teller und unsere leeren Reserven auf! Und so mancher hat noch ein bisschen über den Hunger gegessen. Somit senken sich die Augenlider in unserer Zeltstadt ehe sie durch eine Jugendgruppe wieder das Signal „Vorhang auf!“ erhalten.
Allerdings sind es nicht die Kundschaften selbiger, sondern die Führungskraft, die lautstark um 7:00 kümmernd liebevoll den Haufen organisiert!

11.August 2013
Oben genannter Aufweckhilfe sei Dank können wir uns nach vollzogenem Frühstück mit Kaffeevariationen (Erwähnt sei dabei insbesondere der wunderbare türkische Kaffee von Martin R.!!) relativ früh Richtung Sektor B-H bewegen!
Und das war dann nicht ein „Go South“ sondern eine Mischung aus Go south, go east, go west and go north…der Reihenfolge sind dabei keine kreativitätseinschränkenden Grenzen gesetzt!
Die Routen dort hatten eher Bouldercharakter und aufgrund der Griff- und Trittspuren war es ein Leichtes, den optimalen Zug für die Bewältigung der vertikalen Problemleckerbissen zu finden.
Akzentuiert von anderen gewöhnlichen Stilen zeigte uns Jakob eine sehr individuelle Form der Kletterstellenbewältigung. Es dürfte sich dabei um Klarate handeln; eine Mischung aus Klettern und Karate oder so….

Abgeworkt von den unzähligen Möglichkeiten fanden wir uns dann im Restaurant „Koper“ in Celje zu einem wunderbaren!!! Abschlussessen ein und jeder ersetzte die verlorenen Kalorien in angemessener Weise!
Besides sei zu erwähnen, dass die gute Silvia in dieser Hinsicht augenscheinlich dominant war! Unbestätigten Meldungen zufolge soll ihr Verzehrverhalten neue Sponsoren angelockt haben……

siehe auch hier.

Alles in allem: ein kulinarischer und kletterischer Hochgenuss!

Günther

 


Dienstag, 30. Juli 2013

frankenstein 13 - der klettertrip


23.Juli 2013
Zum ersten Mal erfahre ich vom AV-Klettertrip „Frankenstein“ und nach reichlicher Nutzung der Bedenkzeit sitze ich dann am 24.Juli im Auto mit Harry R. und Johannes. Schon ungeduldig warten wir auf die Abfahrt, aber der Grund der Verzögerung ist ein durchaus weiblicher……….
Ausgedehnte Schuheinkäufe unserer letzten Mitfahrerin Silvia, die das Quartett komplettierte.
Letzte Arbeitserlebnisse in der Firma Humanic eruptierten noch aus ihr heraus, bevor mit zunehmender Annäherung an das Ziel diese verbalen Ergüsse zugunsten steigender Begeisterung verebbten…..
Parallel rollten auch noch andere Autos dem selben Ziel entgegen….
Christian, Elina, Sandra, Lukas, Peter, Ralf, Roland, Patrik, Isi, Cheforganisator Timon und Sarah mit Nachwüchschen Luisa vervollständigten die Runde.

Überaus freundlich war der Empfang von Chefin Martha am Campingplatz und ihre mütterlich-ordnungsliebende Libido sollte sich noch einmal auf uns fokussieren.
Haben es doch zwei von uns (Lukas und Peter) tatsächlich gewagt, ihr Zelt in multikulturell-völkerverbindender Weise innerhalb des Reservates einer anderen Gruppe aufzustellen um damit vielleicht noch das Kriegsbeil auszugraben!?!!
Bevor es jedoch dazu kommen konnte, wurden sie von Häuptling Martha rückbeordert….
(außerdem sollte Lukas für dieses Vergehen später im Rahmen einer Tischtennispartie mit dem Autor dieser Zeilen gnadenlos abgestraft werden!)

25.Juli 2013
Gebietsexperte Timon hatte den klassischen Weißenstein auserwählt, um unsere felshungrigen Finger zu füttern.
„Anschmiegsame“ Griffe bildeten das Menü für selbige.

Und schnell wurde uns klar, dass in Anbetracht der spärlichen Hakendichte die übliche Grundausstattung bestehend aus

Karabiner
15 Expressschlingen
und Kletterführer

ortsüblicherweise optimierend durch folgende Ausrüstung ersetzt werden kann:

1 Teleskopstange
4 Expressschlingen
und ein Gebetsbuch.

Wies wirklich geht, hat uns ein Engländer in Flip-Flops gezeigt. Mit dreimetriger Teleskopstange, einer etwa 2,5 metrigen Streckweite und eineinhalbmetriger Anstiegshöhe kann man den ersten Haken in 7 Metern Höhe locker und flockig einhängen!
Schnell wurde uns klar, dass die große Anzahl der Kletterer und die überaus milden Temperaturen es auch mal zuließen im Schatten zu Klettern und so machten sich Silvia, Harry, Johannes und ich auf, um einen Tipp eines Locals aufzusuchen.
Hartenstein! Malerisch und kühl im Wald gelegen hat er sofort unser Herz erobert. Und in Anbetracht der Hakenabstände erscheint es als überaus praktisch, dass der Friedhof nur zwei Gehminuten entfernt ist und somit sich die Überführungskosten in Grenzen halten dürften.
Lange Routen flankierten schon den Eingangsbereich und das wunderbar flache Einstiegsgelände bildete eine malerische Nuance. Wir konnten nicht anders: Sofort schmiegten sich unsere Finger an den Fels und langsam stellte sich ein gewisser Gewöhnungseffekt an die spärliche Sicherheitsausstattung ein.

26.Juli 2013
Frisch gestärkt durch das hervorragende Abendessen und durch das nahrhafte Frühstück gings dann ran an die Zimmerbergwände. Anfangs ein bisschen zäh; denn sie weigerten sich beharrlich, dort zu sein, wo wir sie vermuteten.
Somit kamen wir dann in den Genuss, die fränkische Waldflora ein wenig ausgiebiger kennen zu lernen oder um in Raumschiff Enterprice Terminologie zu sprechen….
Wir drangen in Gebiete vor, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat….
(Übertreibung: Anmerkung des Verfassers)
Schließlich gelang es dann doch, die Wandflucht ausfindig zu machen. Die anfängliche Orientierung an der Wand wurde nur durch einen grellen Schrei von Silvia unterbrochen, der Todesgefahr signalisierte; und die war tatsächlich vorhanden! Ein Frosch querte nämlich den Fußweg ausgerechnet vor ihr! Der arme Kerl konnte ihrerseits nur wenig Kussbereitschaft erwarten. Nun heimsten wir allerdings die Siegprämie im Versteckspiel gegen den Fels ausgiebigst ein. Mächtige Felsmassive demonstrierten Erhabenheit und Stärke und wieder einmal Wehrhaftigkeit gegen allzu viele Versuche, Sicherungspunkte zu setzen.
Auf uns wirkten die beeindruckenden Felsen jedoch hochgradig einladend und den naturnahen Routen wurde die Ehre zu Teil, von uns bestiegen zu werden.

27.Juli 2013
Vollkommen unproblematisch gestaltete sich dann das Auffinden unseres nächsten Gebietes: Leupoldstein!
Diese Felsformation verfügt sogar über eine eigene Kennmelodie: https://www.youtube.com/watch?v=pgd0zCmpMCQ
Untermauert wird dies durch die äußerst stilvollen Gedenksteine, die den Eingangsbereich zieren…



















Doch davon ließen wir uns noch lange nicht abschrecken, wie zahlreiche weitere Kletterer auch.
Dabei fiel an der Wand von einer weiblichen Teilnehmerin folgender Satz:
„I tua gearn spreizen!“?!?!?!
Dies soll jedoch keineswegs missverständlich interpretiert werden.
Unseren Mädels hat es nämlich insbesondere eine Verschneidungsroute angetan. Die untere Bildfolge zeigt die grazilen Bewegungen von Elina mit verbaler Begleitung im Untertitel!

"Take me"


"Take me tight"


„Take me tight at the top“
(Zensur!!!!)

 Wie dem auch sei, langsam wurden auch unsere Akkus immer leerer und der folgende Tag der Abreise kam unseren muskulären Zuständen zupass.
Doch vorher ging es noch zum Abschluss.

27.Juli 2013
Einleitender weise sei noch ein Zwischenfall dokumentiert. Es handelt sich dabei um folgendes Feature der Firma VW.
Damit nicht irgendwelche herumstreunenden Banden sich an einem VW-Passat verdingen können, riegelt sich das Fahrzeug bei angestecktem Schlüssel automatisch ab.
Für den Besitzer Christian scheint das allerdings kein schwerwiegendes Hindernis zu sein, wie folgendes Bild eindrucksvoll dokumentiert. Nach ca. 2 Minuten war die Unannehmlichkeit beseitigt.
Klärende Anmerkungen
1.) Von der Firma VW sind bislang keine Gelder für das Improvement-Assisting eingelangt.
2.) Ob sich im Stammbaum von Christian polnische Vorfahren wiederfinden konnte bislang weder bestätigt noch dementiert werden.

"Wojciech! Weißt du die Code von de Passat?"
Nun zur abschließenden Kletterei!
Schwarzbrennerei
Bei der Anfahrt zeigte sich, dass das NAVI von Roland durchaus über kreative Ideen verfügte, um uns die fränkische Landschaft in sehr naturnaher Art und Weise näher zu bringen. Schließlich erreichten wir dann doch den Parkplatz und mobilisierten die letzten Reserven um an der Wand persönliche Rekorde zu brechen.
Der Fels war von ausgezeichneter Konsistenz und die Routen waren hervorragend abgesichert. Der so gewonnene Spaßfaktor machte es uns umso schwerer, die Heimreise anzutreten.

Günther

Zum Schluss noch ein paar Bildimpressionen

Bärenkräfte
First moves
Die Tafel
Wenn Wege sich kreuzen
Die Landschaft
Lunch Time at Weißenstein
Prosit





























 





















Sonntag, 19. Mai 2013

pizza e pasta - klettertrip oltrefinale/la turbie



23.März 2013
Auf der Suche nach einer Community, die über Ostern zum Klettern verreist, stieß ich auf meine lieben Freunde Verena, Jakob, Ralph, Harald R. und Harald K.. Sie zeigten, dass sie auch ein Herz für Menschen jenseits der Pack haben und nahmen mich somit in ihre Runde auf.
Als Gäste haben sich dann auch noch Christian und Kathi dazugesellt.

TAG 1
Schon bei der Losfahrt zeigte es sich, dass es der liebe Gott gut mit uns meinte und er die Felsen für uns mehrmals von oben reinigen würde.
Es wechselte intensiver Regen mit Regenpausen; denn die Hinfahrt verlief durch viele Tunnel und dann stand er da:

Massimo!
Es soll ja Menschen geben, die auch bei DIESEM Wetter urlauben; dass ist kaum zu glauben aber gut für sein Geschäft!
Und so konnten sich trotz des schlechten Wetters ob unseres Daseins seine Mundwinkel ein wenig heben.
Wir verbrachten die erste Nacht am Campingplatz mit festem Mauerwerk (die Bezeichnung Haus wäre vielleicht ein wenig zu luxuriös) um den aquatischen Angriffen von oben zu trotzen.

TAG 2
Es schüttete munter weiter und wir machten uns auf, um das uns zugewiesene Frühstück einzunehmen. Nachdem die Trinktemperatur des Kaffees nur wenig über der des Dauerregens lag, stiegen wir gleich vom kühlen dunklen Bohnen- auf kühlen hellen Hopfensaft um. Angesichts des Wetters stand dann ein Wechsel des Basecamps bevor; allerdings nur ein Wechsel vom italienischsprachigen (pioggia) in den französischsprachigen (pluie) Regen.
Monaco sollte das Ziel sein!

Zweifelsohne bedeutete die neue Unterkunft (Hotel Salewa: Mit vier Personen immer in Maximalbelegung) eine größere „Naturnähe“ (wenn man sich mal den Hintergrund wegdenkt……); und wenn man sich dann dennoch mal aus dem Zelt wagte und eine 180°-Richtungsänderung mit einem ca 20m-Fußmarsch kombinierte, dann wurde man mit einem Blick auf die Welt der Reichen und Schönen Monacos belohnt, in dem gleichzeitigen Wissen , dass selbst diese noch zu uns aufblicken……



Hotel Salewa; District ruine

Weiters trug auch der Fahrstil von „Racing-Ralph“ Gruber zu einem gewissen Monte Carlo Feeling bei. Formel 1 auf höherem Niveau (oder „at higher Level“ [wie man im rennenglisch so sagt]) quasi; und das alles hautnah und ohne Eintritt!

Ja und dann stellte sich doch das erste mal eine Regenpause ein und Gebietsinsiderin Kathi lotste uns zum Sektor „La Lupiere“ , der laut ihren Informationen als erstes auftrocknet..
Und es war kaum zu glauben! Trotz des Dauerregens und der nur kurzen Regenpause…….
Trockener Fels in überraschend guter Qualität ließ das Wetterdrumherum sofort vergessen! Eigentlich waren die Routen herrlich und Gebietsexpertin Kathi hatte das Beste für uns gefunden!

Unsere Kletterspitze (Harri R., Ralph und Harri K.) hatte dann auch gleich die Liebe zu einem „Loch“ entdeckt ♥♥♥.
Dies soll nicht missverständlich interpretiert werden (siehe Bilder).





Naja; nicht schlecht, dieser erste Klettertag! Und nächtens sollte das Hotel Salewa auch wieder ordentlich gewaschen werden. Doch davon haben wir nichts mitbekommen; was den Reise- und Kletterstrapazen geschuldet war.

TAG 3
Der nächste Tag begann mit wunderbaren Leckereien aus der französischen Bäckerei; einfach manifique!
Und Klettern; das sollte auch heute wieder möglich sein.

So sahen wir uns mal die oberen Sektoren von La Lupiere an! Überraschend jungfräulich muss hier das Urteil ausfallen! Schöner Fels im schöner werdenden Wetter voila! Und Jakob zeigte uns, dass es auch möglich ist, Expressschlingen unterhalb der Schuhsohlen einzuhängen……
… nächtens, da floss es wieder! Das agrarökonomische Gold; und so wechselten wir wieder unsere Destination! Das Mobile-Home wurde verstaut und der Sehnsucht nach dem italienischen Regen nachgegeben.
Dabei kam es wieder zu spannenden Überholduellen zwischen dem VW-Bus von Harri und Verena und Ralphs mit 4 (zwischenzeitig auch mit 6) Personen belegten Ford Focus- Nicht-Kombi.
Da glaubt man sich schon vorne, ehe dann doch noch links ein „Jetzt hab ichs Dir doch wieder gezeigt“ Gesicht auftaucht, dessen offene Lippen den Blick auf wahrgenommene 75 Strahlezähne freigeben.

Wie dem auch sei, mit dem gleichen Gesichtsausdruck wurden wir wieder konfrontiert, als uns Massimo ein zweites Mal empfangen durfte.
Und so kamen wir nach einigen Tagen wieder zu einer warmen Dusche und irgendwie kam uns die neue, alte Bleibe viel luxuriöser vor als zuvor!

TAG 4
Ja; von Baguette e lapin wieder zu Pasta e Pizza; und dem kühlen Kaffee am Campingplatz von Albenga.
Der Zustieg zum heutigen Sektor gestaltete sich variantenhaft! Mehrere Wege führten dort hin; aber viele auch nicht. Und so machten wir uns mal mit der ortsansässigen Vegetation vertraut, die sich unserem Eindringen stachelig zur Wehr setzte und einer Topographie, die dann die Freude umso größer werden ließ, als wir dann nach eineinhalbstündiger Suche schließlich doch den Felsen erreichten!
Herrlicher Fels war vor uns; wie herrlich erst bei schönem Wetter! Man kann ja die Phantasie ein wenig spielen lassen…..






TAG 5
Nun, was soll man dazu sagen; endlich regnete es mal wieder; aber nichts hinderte uns (Ralph, Jakob, Harri R. und mich) auch diesen Tag wieder zu klettern; während sich Harri K. an einem Stadtbummel mit seiner Verena erfreuen durfte.
Der Klettertag bestand im Wesentlichen aus einem feuchtgeographischen semiamphibiösen Erkundungsmarsch kombiniert mit dem Klettern zweier Routen; so ein Allround Tag quasi.
..und jiu jitsu Schwarzgurt Jakob zeigte uns, dass man das Gelände auch für diverse Abrollübungen sinnvoll nutzen konnte…
Auch der Klettersektor war wunderschön und die kurze trockene Phase wurde von uns bis zum Letzten ausgenützt!


Sektor Gumbi, Oltrefinale


TAG 6
Das Wetter wurde nicht besser und so heißt es zum zweiten Mal bon soir La turbie e amont de Monaco!
Wiederum wurden unsere Experten magisch vom Loch angezogen, und auch der Rest fand in La Lupiere immer noch kletterbare und noch nicht gekletterte Routen vor!
Dabei zeigte uns Harri R., dass man die Route leicht klettern könnte, wenn man sich, ja wenn man sich nur diese Trittkombinationen merken könnte…

TAG 7
Regen: Wir beschließen eine Besichtigung von Nizza.
Im Six-Pack schlängelt sich der Ford Focus nach unten und das millimetergenaue Manövrieren ermöglicht das maximale Ausnützen von Parklücken.
Ein wenig nachdenklich wird unser Chauffeur und Autobesitzer in Personalunion, als er ca. eine halbe Stunde nach dem Verlassen des PKW´s gefragt wird: „Du hast ja wohl die Handbremse nicht gezogen?! Denn zum Aus- oder Einparken flexibilisieren die Nizziers die Parklückenausdehnung durch leichte Schiebemanöver…Stoßstange an Stoßstange versteht sich!“
Wie dem auch sei…jedenfalls scheint der Parkraum um das Auto Akzeptanz zu erfahren haben; keine derartigen  Zeugnisse haben sich an den Stoßstangen finden lassen.

TAG 8
Schönwetter!!! Man glaubt es kaum. Und die Gier nach neuen Felsen ließ so manchen zu einer Geheimabkürzung verleiten; die dann aber nur weglich, nicht aber zeitlich und schon gar nicht bequemlich eine lohnende Alternative darstellte.
Entschädigt wurde schließlich mit schönem Wetter und ebensolchen Routen. Fast ein wenig schade, dass der nächste Tag den Abreisetag markieren sollte!

Günther

Anhänglich noch ein paar Fotos:


Harri R., Verena und ich beim tschechischen Mikado:
Eine Art Kartenspiel mit wackeliger Bananenschachtel als Tisch,
wo Getränke abgestellt und Kartenstöße abgelegt werden…
 
















Mittwoch, 21. November 2012

Hard Rock '12



Hard Rock '12 - Eigentlich war das geplante Ziel für den von Harry organisierten Bouldertrip die Koralm. Doch der liebe Schnee machte uns da einen Strich durch die Rechnung. Verzweifelnd an den Reizen der weiteren Auswahlmöglichkeiten konnte nach etwaigen Entscheidungsschwierigkeiten doch noch ein Nenner gefunden werden. Fast schon traditionell wie ich mir sagen ließ viel die Auswahl auf Mixnitz-Rocklands. Nicht nur die hohe Anzahl an Bouldermöglichkeiten auch die kurze Anfahrt und wärmende Sonnenlage (wir sollten eines Besseren belehrt werden) haben überzeugt. Sonntag früh bei erfrischenden 5°C machten sich Harry, Verena, Sarah, Timon, Luisa, Martin und Pia auf den Weg. Der auf der Hinfahrt gesichtete Hochnebel konnte uns die Laune nicht verderben und schnell hatten wir unser Ausgangsziel erreicht - den Parkplatz zur Bärenschützklamm. Zwei Crashpads im Gepäck ging es auch schon los Richtung Boulderparadies. Bereits beim Zustieg machte Harry Neuentdeckungen die wir uns aber als Schmankerl für den Schluss aufhoben. Es kam uns zu Gute, dass der ausgewählte Platz auch unter anderen Könnern und Kennern beliebt ist und so besserten zwei Federkernmatratzen unseren Vorrat an Bouldermatten auf.

Der Grip war bei den Temperaturen garantiert und so konnten wir nach ein bisschen aufwärmen auch schon loslegen. Harry zeigte vor wie's geht und meisterte schwierigste Passagen ohne Probleme. 

















Nach einer stärkenden Mittagspause trennten sich Sarah und Harry vom Lager um neue Gebiete zu erkunden. Währenddessen erklommen Martin und Timon nach der wohlverdienten Pause und gestärkt von serbischen Wunder-Bananenchips die vorgezeigten Routen ganz ohne Probleme.



Frisch motiviert schlossen wir uns Sarah und Harry wieder an.

 


Der neue Fels war nun so verlockend, dass auch Verena unsere Hauptfotografin nicht widerstehen konnte und sich die Kletterpatscherl anschnallte.


Luisa, die jüngste unserer Runde, beobachtete ihre Begleiter genau und erkundete das Mixnitz-Rocklands voller Begeisterung.



Nun war es schon Nachmittag und die Sonne, die zu dieser Jahreszeit nur über dieses Felsenreich hinweg scheint, bereits wieder am Weg nach unten. So brachen wir auch unser zweites Lager ab. Wir wussten, da wartet noch eine Traverse, die erklommen werden möchte bevor es Zeit zum Heimfahren wird. Die mitgebrachte Bürste war dem bemoosten Fels nicht gewachsen, doch die feuchten Griffe und Tritte war kein Grund für die Jungs nach Hause zu gehen.

Erst als die Traverse besiegt war und es endgültig dämmrig wurde brachen wir auf und machten uns endgültig auf den Heimweg.



Geschossen wurde den ganzen Tag, von allen Seiten - mit Spiegelreflexkameras. Gleich drei an der Zahl und so wurde dieser Trip nicht nur kletter- sondern auch fototechnisch ein Abenteuer, bei dem viele tolle Schnappschüsse entstanden.


  
An dieser Stelle möchte ich mich als ASG und Kletter-Neuling sowohl beim Organisator (Harry) als auch bei der ganzen Gruppe bedanken für die mentale und technische Unterstützung den ganzen Tag über und den vielen Spaß.

Mein Fazit: Was ist rosa und springt von Torte zu Torte? - Tarzipan! :-)

Pia